Sicherheit geht vor!

Schweißen ist eine hoch energetische Angelegenheit. Das ist nichts für Laien und im gewerblichen Einsatz ist dafür ein personenbezogener Befähigungsnachweis, der sog. „Schweißerschein“ erforderlich.

Beim Lichtbogenschweißen entsteht Ultraviolettstrahlung, die die Haut, insbesondere jedoch die Netzhaut der Augen, schädigt. Die ebenfalls entstehende Wärmestrahlung kann Verbrennungen erzeugen. Deshalb müssen Schutzgläser verwendet werden, die diese beiden Strahlungsarten abschirmen. Geregelt ist dies in der Europäischen Norm EN 169. So sind zum Autogenschweißen die Schutzklassen 2 bis 8, für offenes Lichtbogenschweißen dagegen die Klassen 9 bis 16 vorgeschrieben. Die Schutzgläser tragen eine Beschriftung, die die Eigenschaften des Glases charakterisiert.

Da die UV-Strahlung auch die Haut schädigt, wird heute meistens ein Schirm oder eine Haube verwendet, die das ganze Gesicht abdeckt. Der wesentliche Vorteil eines Schweißhelmes ist klar – man hat beide Hände frei! Und in der Regel ist das Visier nach oben klappbar angebracht.

Zusätzlich ist spezielle, schwer entflammbare Schweißerkleidung zu tragen, die alle Hautflächen sicher abdeckt – Handschuhe sind dabei das Minimum. Viele Schweißverfahren sind sehr laut, deshalb empfiehlt sich auch ein angemessener Gehörschutz.

Arbeitsschutz